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Leerer Geldbeutel trotz Schnäppchenkauf

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Noch vor wenigen Jahren waren Schlussverkäufe und andere Rabattaktionen heiß begehrt. Aktuell wird aber an jeder Ecke mit Schnäppchen-Angeboten gelockt. Die Lust auf Preisnachlässe ist also geblieben. Aber genauer hinsehen ist anzuraten, denn nicht jedes Schnäppchen lohnt sich tatsächlich.

 

Qualitätskauf versus Gelegenheitskauf: 7 Tipps gegen Geldverschwendung

Wer kennt es nicht? Schon vor dem Laden türmen sich die Preis-Specials in Aktionskörben, und hat man die Verkaufsräume erst einmal betreten, leuchten einem aus allen Ecken die Sonderangebotsschilder in grellen Farben entgegen. Wollte man zunächst das Notwendigste kaufen, entdeckt man plötzlich, dass das Shampoo im Doppelpack günstiger ist, für die Badgarnitur gibt es diese Woche eine Sparaktion und wenn die Schuhe jetzt im Sonderangebot sind, könnte man sie sich ja endlich einmal leisten.

Ebenso verlockend sind die Online-Rabattaktionen auf unzähligen Verkaufsplattformen im Internet. Gerade noch hat man eine Hose gesucht, sofort wird in der unteren Leiste ein passendes Shirt, die Schuhe und der Gürtel angeboten – alles womöglich ebenfalls zum Sonderpreis. Wie soll man da widerstehen?

 

Ein paar Tipps beim Schnäppchenkauf, die gegen Geldverschwendung helfen:

 

1.Preisvergleich lohnt sich!

Beispiel:Eine Aktionsflasche Olivenöl wird vielleicht in einer schöneren Flasche und preisgünstiger angeboten als die handelsübliche, aber achten Sie besser genau auf die Milliliter-Angabe – es gab schon Fälle, in denen die regulär verkaufte Flasche günstiger war. Außerdem lohnen sich Preisvergleiche auch zwischen verschiedenen Anbietern – auch bei Sonderangeboten.

 

2. Ich kaufe, was ich brauche

Beispiel:Waren, die kein Verfallsdatum haben und alltäglich verwendet werden, lassen sich gut im Sparpaket kaufen, zum Beispiel Shampoo, Taschentücher, Toilettenpapier. Bei verderblichen Produkten, zum Beispiel Lebensmitteln, ist es ratsam, zu überlegen, ob man diese überhaupt in großen Mengen verbraucht oder sie letztendlich doch nur wegwirft. Bei Luxusartikeln gilt es ebenfalls, zweimal nachzudenken, ob sich die Anschaffung in großen Mengen wirklich lohnt. Und: Kaufen Sie nichts auf Pump, was Sie gar nicht benötigen!

 

3. Ich bin es mir wert

Beispiel:Billigware rentiert sich nicht in allen Bereichen. Beispielsweise kann man sicherlich bei Wegwerfartikeln wie Mülltüten und Tampons sparen, wenn man das Billigprodukt kauft. Wie aber sieht es aus bei Produkten, die für die Gesundheit wichtig sind, beispielsweise Lebensmittel oder Spielzeug für Kinder oder bei Produkten, die für Sicherheit zuständig sind, zum Beispiel Scheibenwischer und Anschnallgurte fürs Auto oder Reparaturen im Haus. Überlegen Sie einmal, wie lange gut verarbeitete Kleidung hält und Freude macht im Gegensatz zu Billigklamotten, die schon nach wenigen Malen tragen und waschen nicht mehr ansehnlich sind? Entscheiden Sie selbst für sich, wann es sich ganz für Sie persönlich lohnt, mehr Geld in einen Gegenstand zu investieren und wann nicht.

 

4. Bio-Produkte sind nicht immer teurer

Beispiel:Ahornsirup gibt es von verschiedenen Herstellern – und das Bio-Produkt liegt preislich im selben Rahmen wie von anderen Herstellern. Also, warum nicht das Bio-Produkt nehmen?

 

5. Bio-Produkte müssen nicht immer besser sein

Beispiel:Wo wachsen Obst und Gemüse? Machen Sie sich schlau – manches Bio-Gemüse oder Bio-Obst kommt sicherlich nicht aus einem anderen Boden oder wird anders behandelt als die nicht mit „Bio“ ausgezeichneten Früchte. Also, wieso sollte man den erhöhten Preis der Bio-Ware zahlen?

 

6. Geschenkt ist möglicherweise doch zu teuer

Beispiel: Fallen Sie nicht auf Gratis- oder Rabattangebote herein. Schauen Sie sich beispielsweise Reiseangebote gut an, bevor Sie buchen. Gerne werden Hotelgutscheine verschenkt oder hohe Ermäßigungen versprochen – aber achten Sie unbedingt auf Aspekte wie: tatsächliche Qualität des Hotels, reale Umgebung des Hotels und möglicherweise ist der Gutschein nur in der Nebensaison einlösbar oder wenn Zusatzzahlungen geleistet werden – die Flugkosten oder im Voraus festgelegte Mahlzeiten, die bezahlt werden müssen, können hinzukommen. So können Zusatzkosten auf Sie zukommen, die sich dem Wert der angeblich geschenkten Reise annähern oder diesen sogar übersteigen.

 

7. Verträge lesen, Gebühren vermeiden

Beispiel: Wenn Sie Kaufverträge eingehen – ob online oder im stationären Handel, sind Sie an bestimmte Vereinbarungen gebunden. Das kann gut für Sie sein, zum Beispiel in puncto Rückgaberecht. Aber beachten Sie vor allem die Zahlungsbedingungen – vielleicht gibt es zusätzliche Gebühren oder Versandkosten, oder Sie können möglicherweise Geld sparen, wenn Sie die Rechnung innerhalb von 14 Tagen begleichen.

 

Fazit:

Wenn Sie wissen, was Sie brauchen und wollen, haben Sie schon einmal eine gute Basis für die nächste Shoppingtour. Denn dann wissen Sie, wonach Sie suchen und was das gewünschte Produkt Ihnen wert ist. Bevor Sie zugreifen, ist es hilfreich, Angebote zu vergleichen und sich über die Vertragsbedingungen zu informieren. Durch diese Vorbereitungen können Sie unkontrollierten Schnäppchen-Kaufrausch vermeiden und werfen so Ihr Geld nicht bei Spontankäufen zum Fenster heraus.

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