Liebe & Partnerschaft

Krippe oder Tagesmutter?

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Mütter, die nach der Elternzeit wieder beruflich durchstarten möchten, stehen vor einer Reihe schwieriger Entscheidungen. Viele Frauen wollen (oder müssen) nach einem Jahr wieder zurück in ihren Beruf. Doch wohin mit dem Kind?
Sind keine Großeltern zur Stelle, dann stellt sich die Frage Krippe oder Tagesmutter? Wer sein Kind in eine Kinderkrippe geben möchte, der sollte sich schon in dem Moment für einen Krippenplatz vormerken lassen, in dem die Schwangerschaft vom Arzt bestätigt wird. Egal für welches Modell sich Mütter und Väter entscheiden: Wichtig ist, dass das Kind schon soweit ist, und dass die Eltern ein gutes Gefühl bei der Einrichtung und den Erzieherinnen haben, zu denen sie ihr Kind geben.

Kinderkrippe
In der Kinderkrippe – mit einem städtischen, staatlichen oder kirchlichen Träger – läuft alles seinen geregelten Gang. Krankheitsbedingte Ausfälle durch die Erzieherinnen werden ausgeglichen, es steht ein anerkanntes Eingewöhnungs- und Pädagogikprogramm dahinter, das Personal ist qualifiziert, es gibt einen kindegerechten Schlafbereich, Mittagessen kann häufig über einen (Bio-)Caterer bestellt werden, die Räumlichkeiten und das Gelände sind kindersicher. Bei all den Vorteilen, die eine Kinderkrippe bietet, sind aber das Vertrauen und eine Sympathie seitens der Eltern unabdinglich. Bei dieser Betreuungsform ist es allerdings erforderlich, dass die Eltern ihren Urlaub an die Schließtage der Krippe angleichen. Schwierigkeiten birgt der Sommer, da viele KITAs den kompletten August geschlossen sind.

Tagesmutter
Hier gibt es zwei Modelle: Die Tagesmutter kommt in das Haus des Kindes und betreut es dort oder das Kind kommt zur Tagesmutter, die dort in der Regel mehrere Kinder betreut. Das Modell der Tagesmutter hat jedoch einen grundsätzlichen Nachteil: Im Krankheitsfall muss entweder ein Elternteil zuhause bleiben oder es wird (zum Beispiel über das Familienbüro) eine Ersatztagesmutter vermittelt, die weder die Eltern noch das Kind kennen.

Modell 1: Dadurch, dass das Kind in vertrauter und den Eltern bekannter Umgebung betreut wird, steht als zentrale Komponente der vertrauensvolle Umgang zwischen Kind und Tagesmutter im Fokus. Dabei spielen die Eltern eine zentrale Rolle, nur wenn sie der Tagesmutter vertrauen und sich die Erziehungsmethoden gleichen, kann eine Betreuung funktionieren. Doch auch wenn sich Eltern und Tagesmutter einig sind, kann es natürlich vorkommen, dass das Kind die Betreuungskraft ablehnt.

Modell 2: Das Kind wird in den privaten Räumen der Tagesmutter, meist zusammen mit anderen und eigenen Kindern, betreut. Hier sollten sich Eltern vor einer endgültigen Entscheidung ein genaues Bild von der Betreuung und Unterbringung machen. Ist die Wohnung (und ggf. Balkon oder Garten) kindersicher, wo schlafen die Kinder, gibt es Haustiere, wie viele Kinder werden von der Tagesmutter betreut, werden Ausflüge gemacht und wie werden diese bewerkstelligt (Gibt es einen Krippenwagen, ist der Spielplatz eingezäunt, …)?

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