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Was tun bei Nasennebenhöhlenentzündung?

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Der Kopf schmerzt besonders morgens und in gebeugtem Zustand, das Druckgefühl im Kopf verursacht Augen- und sogar Zahn- oder Wangenschmerzen und die Nase läuft ständig, ist aber dennoch dicht. Husten, Schlafstörungen und Fieber können dazu kommen. Wer glaubt, seine Erkältung nicht mehr loszuwerden, sollte vom Arzt überprüfen lassen, ob er eine Nasenneben-, Stirn- oder Kiefernhöhlenentzündung hat.

Auslöser sind meistens Viren, die bei einem Schnupfen in die Stirnhöhlen gelangen und sich entzünden. Weitere Ursachen können Allergien, Passivrauchen, starkes Niesen bei geschlossenem Mund, eine entzündete Zahnwurzel oder das Schwimmen in stark gechlortem Wasser sein. Zudem spielt es eine Rolle, wie eng die Kanäle zu den Nebenhöhlen sind. Bei akuten Nebenhöhlenentzündungen schwellen die Schleimhäute an, so dass die Sekrete nicht mehr abfließen können und es zu Entzündungen kommt.

Da eine akute Nasennebenhöhlenentzündung oft im Laufe von wenigen Tagen selbst verschwindet, scheint sie zunächst harmlos. Doch eine derartige Entzündung kann auch in eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung übergehen, und das bedeutet, dass diese Entzündungen keinen Anlass mehr brauchen, um jederzeit wieder aufzutreten. Schlimmstenfalls leidet man ständig unter Schnupfensymptomen, das Geruchsvermögen verschlechtert sich, es können Gehirnhautentzündungen, Knocheneiterungen oder Entzündungen am Herzen entstehen. Als chronisch gilt eine Nasennebenhöhlenentzündung, die länger als circa drei Monate andauert.

Deshalb ist bei einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) auf jeden Fall ein Besuch beim Arzt anzuraten. Allerdings kann zunächst versucht werden, Hausmittel einzusetzen und damit einer Verschlimmerung vorzubeugen oder sie begleitend zur ärztlichen Behandlung anzuwenden.

 

Tipps gegen Nasennebenhöhlenentzündungen:

  • Vorbeugend körperliche Übungen an frischer Luft machen, Spazierengehen
  • Räume nicht überheizen
  • Gesunde Ernährung mit vielen Vitaminen und Mineralien
  • Viel Wasser und Tee trinken, um den Schleim abzuleiten
  • Wärmebehandlung mit Rotlichtlampe (besser in Absprache mit einem Arzt)
  • Einsatz von Schüßler Salzen (Beratung durch Arzt oder Apotheker)
  • Einseitig und mit geringem Druck schnäuzen, um den Schleim nicht in die Nasennebenhöhlen zu drücken
  • Auf Rauchen und Alkohol verzichten

 

Inhalieren

  • 3 EL Holundersaft und 10 Tropfen Minzöl in etwa einen Liter heißes Wasser geben und mehrmals täglich inhalieren
  • Kamillenextrakt oder Kamillenblüten in heißes Wasser geben und mehrmals täglich inhalieren
  • Eukalyptusöl in heißes Wasser geben und mehrmals täglich inhalieren
  • 1 EL Salz in reichlich heißem Wasser auflösen und inhalieren, bei Bedarf wiederholen
  • 1 Messerspitze Salz in 200 ml warmem Wasser auflösen, danach etwas von dem Salzwasser in die Hand gießen und mit einem Nasenloch aufsaugen, dabei den Kopf sofort auf die Seite neigen, dann mit dem anderen Nasenloch wiederholen, bei Bedarf öfters am Tag die Nase spülen (geht auch mit einer Nasenspülung aus der Apotheke)
  • Dampfbad mit Kamille, Pfefferminze und Salbei oder auch einigen Tropfen Minzeöl oder Teebaumöl
  • 1 Zwiebel in Stücke schneiden, in eine Schale legen und über Nacht neben das Bett stellen

 

Wickel, Umschläge und Auflagen

  • Kartoffeln schälen, kochen, zerdrücken und in ein Tuch wickeln, dann möglichst warm auf und neben die Nase sowie auf die Stirn legen, um den Schleim zu lösen und Druck zu vermindern
  • Geraspelten Meerrettich in ein Tuch wickeln und auf Stirn, Wange oder Nacken legen (max. 10 Minuten auf die betroffene Stelle), dabei einen direkten Hautkontakt herstellen
  • Zitronenscheiben schneiden, an die Fußsohlen legen (mit einer Bandage befestigen oder mit einer Socke fixieren), mehrere Stunden wirken lassen, zum Beispiel über Nacht
  • Kalten Quark in ein Geschirrtuch geben und auf Stirn und Wangen legen

 

Nahrungsmittel, die die Atemwege mit ihren ätherischen Ölen oder abwehrsteigernden Komponenten befreien:

  • 3 EL Meerrettich mit Zitronensaft in einen halben Liter Wasser geben, über Nacht ziehen lassen und dann trinken
  • Thymian-Tee trinken
  • 1 EL Fenchelhonig essen, etwa dreimal täglich
  • Brombeeren, Heidelbeeren, Schwarze Johannisbeeren essen
  • Kapuzinerkresse essen
  • Peperoni essen
  • Schnittlauch essen
  • Zwiebeln essen
  • Heiße Hühnersuppe essen
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