Gesundheit & Wellness

Volkskrankheit Heuschnupfen

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Frühlingszeit = Heuschnupfenzeit

Kaum übergibt der Frühling dem Sommer sein Zepter beginnt für Allergiker die anstrengendste Zeit des Jahres. Den mit den steigenden Temperaturen beginnt auch der Pollenflug. Zwischen April und August fliegt fast alles, was Rang und Namen hat. Gräser, Körner und Baumpollen fliegen durch die Luft und kitzeln so manchen Bundesbürger in der Nase.

Doch bei einem kleinen Kitzeln bleibt es leider nicht. Wer unter Heuschnupfen, auch allergische Rhinitis genannt, leidet, der hat auch mit häufigem Niesen, Nasenjuckreiz, Augentränen, Bindehautentzündung, einer laufenden Nase und einer Verengung der Atemwege zu kämpfen.

 

Wie entsteht die Allergie?

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Neuerkrankungen stetig gestiegen. Ein Auslöser für die Allergie ist die gestiegene Sensibilisierung. Das menschliche Immunsystem erkennt in der Regel Krankheitserreger und sorgt dafür, dass uns diese nicht schaden können. Wenn es jedoch in der Interaktion zwischen der Umwelt und unseren Genen zu einer Störung kommt, dann kann es passieren, dass die menschlichen Immunzellen plötzlich auf einen bisher harmlosen Erreger sehr anfällig reagieren. Man spricht dann davon, dass die Immunzellen gegenüber diesem Erreger sensibilisiert wurden. Diesen Erreger nennt man dann Allergen, wenn das menschliche Immunsystem ein exaktes Puzzleteil, einen so genannten Antikörper, produziert hat. Durch jeden neuen Kontakt mit dem Allergen bildet unser Immunsystem auch neue Antikörper. Dass dieser Vorgang im Körper stattgefunden hat, erkennen wir erst beim nächsten Kontakt mit diesem Allergen und der darauffolgenden und uns bisher unbekannten körperlichen Reaktion. Zu einer körperlichen Reaktion kommt es dann, wenn das Immunsystem mit der Antikörperbildung nicht mehr schnell genug hinterher kommt und äußerst aktive Botenstoffe, wie beispielsweise Histamin, ausschüttet. Warum und wann genau das Immunsystem quasi von einem Tag auf den anderen Antikörper bildet, ist unklar. Sicher ist, dass dabei die Gene eine Rolle spielen. Kinder betroffener Eltern haben daher ein tendenziell größeres Risiko im Lauf ihres Lebens an chronischer Rhinitis zu erkranken. Eine Heuschnupfenallergie kann man theoretisch als Kind, aber auch im Seniorenalter noch bekommen. Wer bisher noch keinen Heuschnupfen hatte, ist daher nicht automatisch für den Rest seines Lebens vor einer Erkrankung geschützt.

 

Pollenflugplan beachten

Doch auch Allergiker können sich ein schützen und die allergische Reaktion eindämmen, beispielsweise indem sie auf den Pollenflug achten. Pflanzenpollen folgen einem genauen Flugplan, nach dem sich Betroffene richten können. Den Anfang machen die Bäumen, ihnen folgen die Pollen von Gräsern und Getreide, den Jahresabschluss der Pollensaison bilden im Herbst die Kräuter.

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